[:Dungeons & Dragons:] Tomb of Annihilation – Teil 2

Tomb of Annihilation – Spielbericht

„Tomb of Annihilation“ (Grabmal der Vernichtung) ist aktuell die Kampagne, die wir in unserer Dungeons & Dragons Online-Spielrunde zocken. Das letzte Mal waren die Charaktere in Baldur’s Gate (Baldur’s Tor) eingetroffen und haben den entscheidenden Auftrag für den Beginn der epischen Kampagne erhalten (hier geht es zum Spielbericht).

Am 1. August 2018 trafen wir uns alle wieder bei Roll20 ein, um gemeinsam „Tomb of Annihilation“ (Grabmal der Vernichtung) weiterzuspielen. Denn dieses Mal ging es direkt in Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) los. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, als Spielleiter ein paar Notizen zu machen, um anschließend den folgenden Spielbericht für euch schreiben zu können.

Achtung Spoiler! Der folgende Artikel beschäftigt sich mit Tomb of Annihilation (Grabmal der Vernichtung), einer Kampagne für das Pen & Paper – Rollenspielsystem Dungeons & Dragons (5. Edition)Beim Lesen besteht akute SPOILERGEFAHR! Wenn ihr Tomb of Annihilattion (Grabmal der Vernichtung) selber noch spielen möchtet, rate ich euch dringend davon ab, den Artikel weiterzulesen. Letztlich muss das selbstverständlich jeder für sich selbst entscheiden.

Auch wenn die Online-Spielsitzung nach ungefähr zwei Stunden zu Ende war, hatten alle der Anwesenden wieder eine Menge Spaß. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen des Spielberichts!

Ihr habt Fragen? Dann immer her damit! Schreibt am besten einen Kommentar oder eine E-Mail. Ich versuche stets, zeitnah zu antworten.

Euer SteamTinkerer

Port Nyanzaru – Erste Erfahrungen

Syndra Sylvane hatte die Charaktere mit dem Zauber „Teleport“ (Teleportieren) nach Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) teleportiert. Eine ewige Reise durch die Sword Coast (Schwertküste) blieb den Charakteren somit erspart. Und von jetzt auf gleich fanden sich alle inmitten einer großen, geschäftigen Stadt wider.

Ein kunterbuntes Treiben herrschte auf deren Straßen. Dinosaurier zogen schwere Karren, auf denen sich Güter aller Art befanden, hinter sich her. Kinder spielten lautstark auf den Straßen und an zahlreichen Ständen wurde kräftig um den Preis gefeilscht. Auffällig waren die Gebäude. Diese besaßen kräftige, bunte Farben. Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) war auf den ersten Blick so völlig anders, als Baldur’s Gate (Baldur’s Tor).

Bevor sich Syndra Sylvane auf den Weg zu einem der Händlerprinzen machte, beantwortete die Fragen der Charaktere. Sie zeigte in verschiedenen Richtungen, wo sie was finden konnten. Außerdem riet sie den Charakteren, sich mit der Beschaffung von Informationen über den Seelenfänger und wo genau er sich befinden könnte, zu beeilen. Dann machte sie sich auf den Weg. Noch einmal fiel den Charakteren auf, wie sehr Syndra Sylvane unter den aktuellen Umständen zu leiden hatte.

Auf der Suche nach einer Unterkunft

Dank der Informationen von Syndra Sylvane hatten die Charaktere ungefähr eine Ahnung, wo sie eine Unterkunft finden konnten. Doch wie sollten sie dort am schnellsten hinkommen? Kalisto fackelte nicht lange und ergriff die Initiative. Er sprach einen auf der Straße spielenden Jungen an. Dieser wirkte zunächst irritiert und zögerte zunächst, mit dem Bard (Barden) zu reden. Dann aber siegte seine Neugier.

Der Junge verstand Common (Gemeinsprache), hatte jedoch seiner Aussprache einen starken Akzent. Nachdem Kalisto mit ihm ein paar Worte gewechselt hatte, erklärte sich der Junge bereit, die Charaktere zu einem Gasthaus zu führen. Als Gegenleistung verlangte er lediglich ein bisschen Kleingeld. Nachdem Kalisto dem Jungen etwas Geld gegeben hatte, schlug dieser die „Donnerechse“ und „Kayas Haus der Rast“ als mögliche Gasthäuser vor. Diese befanden jedoch alle auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Die Charaktere entschieden sich für die „Donnerechse“.

Kreuz und quer führte der Junge die Charaktere durch Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen). Vorbei an dem Großen Souk, wo sich eine riesige Ansammlung von Personen verschiedenster Völker befand. Ein schnelles Vorankommen war aufgrund des regen Betriebs auf den Straßen nur bedingt möglich. Der Junge schien sich in Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) sehr gut auszukennen und brachte die Charaktere sicher ans gewünschte Ziel.

Arnegast braucht eine Abkühlung

Auf dem Weg zur „Donnerechse“ wurde die Hitze immer unerträglicher. Gerade Arnegast, der stolze Paladin (Paladin) der Gruppe, hatte darunter zu leiden. Wie gewohnt trug er seine schwere Kettenrüstung. Diese und auch seine restliche Kleidung waren nicht für das chultische Klima gemacht. Doch der Paladin (Paladin) hielt bis zum Ziel durch.

Als er vor dem Eingang der „Donnerechse“ den großen Kübel mit Wasser sah, konnte er nicht mehr anders. Während die Charaktere sich gerade am Beratschlagen waren, lief Arnegast schnurstracks zum Wasserkübel und tauchte seinen Kopf dort hinein. Sofort kam eine Chulterin an und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden des Paladins (Paladin). Nachdem er ihr glaubhaft bestätigte, dass mit ihm alles in Ordnung sei, gab sie ihm noch einen gut gemeinten Rat:

Unbekannte Frau, Chult (Chulterin), Human (Mensch):

„Euer Gnaden, ihr solltet hier lieber andere Kleidung tragen. Port Nyanzaru und Chult sind nicht die richtigen Gegenden für die Art von Kleidung, die ihr tragt.“

Vom Feilschen um die Unterkunft

Kaum hatten die Charaktere die „Donnerechse“ betreten, wurden sie vom Besitzer persönlich freundlich begrüßt. Er machte ihnen das Etablissement schmackhaft und bot für jeden Charakter eine exklusive Einzelunterkunft zu einem für ihn günstig erscheinenden Preis an. Im Gegensatz zu ihm erschien der Preis für die Charaktere völlig überteuert. Zwischen ihnen und dem Besitzer kam es zu einer Diskussion.

Alle Versuche der Charaktere, den Preis um die Unterkunft zu drücken, zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Der Inhaber der „Donnerechse“ schien die Feilscherei zu genießen und merkte ganz nebenbei an, dass Erdan ein Talent dafür hätte, welches er weiter trainieren sollte. Einen Moment später, zog der Inhaber einen Schlussstrich.  “Auch wenn euer Talent zum Feilschen zu Wünschen übrig lässt, bin ich gern bereit, euch mit dem Preis entgegen zu kommen, sagte er zu den Charakteren.

Der Vorschlag sah wie folgt aus: Kalisto sollte ein Stück den Gästen des Etablissements vorspielen. Wenn die Mehrheit applaudieren würde, bekämen die Charaktere die Einzelunterkünfte für fünf Tage kostenlos zur Verfügung gestellt. Wenn der Bard (Barde) scheitern sollte, müssen die Charaktere die Einzelunterkünfte für fünf Tage mieten und dafür 80 Goldmünzen bezahlen.

Kalisto fühlte sich der Herausforderung gewachsen und stimmte zu. Prompt räumte der Inhaber einen Tisch frei, den Kalisto als Bühne für seinen Auftritt nutzen sollte. Der Bard (Barde) stimmte sein Instrument ein. Als er die Aufmerksamkeit der Gäste hatte, begann er mit seiner Aufführung.

Kalisto Siannodel, Bard (Barde), Half-Elf (Halb-Elf): „Hallo zusammen, das folgende Lied handelt von unseren Ereignissen auf Gnollenmund. Einer kleinen Insel in der Sea of Swords. Dort hatten wir Bekanntschaft mit einer zornigen Göttin gemacht. Sie wollte etwas von mir, doch ich erwiderte ihre Liebe nicht und gab ihr einen Laufpass.“

Kalisto gab sein Bestes. Doch irgendwie schaffte er es nicht, die Mehrheit der anwesenden Gäste in seinen Bann zu ziehen. Ganz knapp verfehlte er sein Ziel. Der Inhaber der “Donnerechse” fand die Geschichte spannend und zeigte sich gnädig. Er gab Kalisto eine weitere Chance. Und diese nutzte der Bard (Barde).

Seine zweite Geschichte handelte von dem Aufenthalt der Charaktere auf der Gnollenmund-Fähre und wie sie diese sowie den Kapitän aus den Fängen von Kultisten befreiten.

Die Geschichte war weitaus unspektakulärer als die vorherige. Doch sie erreichte die Gäste mehr. Auch wenn es nur eine ganz knappe Mehrheit war, hatte Kalisto das Spiel gewonnen. Der Inhaber der „Donnerechse“ zeigte sich amüsiert und hielt sein Wort. Von Bediensteten wurden die Charaktere zu ihren Einzelunterkünften gebracht. Diese waren üppig eingerichtet und es mangelte den Charakteren an nichts.

Eine Bitte

Arnegast begab sich in den Schankraum der „Donnerechse“, nachdem er seine Unterkunft bezogen und sich andere Kleidung angezogen hatte. Bei einem Tej schaute er sich ein wenig um und beobachtete die Leute. Wenig später gesellte sich Erdan zu ihm. Sie unterhielten sich über verschiedene Themen. Unter anderem darüber, wie das weitere Vorgehen in Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) ausschaute.

Plötzlich wurden die beiden von einer Frau angesprochen: „Entschuldigt bitte, euer Gnaden. Ihr seid doch ein Paladin, oder? Vielleicht könntet ihr mir für einen kurzen Moment eure Aufmerksamkeit schenken?“ Arnegast nickte der Frau zu, die sich als K’lahu vorstellte. Eine Chulterin, die in den für Port Nyanzaru (Nyanzaruhafen) typischen Gewändern gekleidet war.

K’lahu, Buchhalterin, Chult (Chulterin):  „Ein Kerl namens Taban hat eine Wette verloren und schuldet mir seitdem 500 Goldmünzen. 500 Goldmünzen! Meine bisherigen Versuche, die Schulden von ihm einzutreiben, schlugen leider allesamt fehl. Taban kann oder will nicht bezahlen. Ich bin mit meinem Rat am Ende. Ihr seht aus wie ein erfahrener Paladin und Abenteurer. Vielleicht könntet ihr Taban aufsuchen und ihn dazu bringen, seine Schulden zu bezahlen? Als Belohnung erhaltet ihr 10 % von dem Gesamtbetrag.“

Erdan und Arnegast brauchten nicht lange, um dem Anliegen von K’lahu zuzustimmen. 10 % des Gesamtbetrags entsprachen 50 Goldmünzen. Gold, das die Charaktere durchaus gut gebrauchen konnten. Erdan ging zu den Einzelunterkünften und kam gemeinsam mit Ildan und Kalisto in den Schankraum zurück. Den beiden schilderte K’lahu ebenfalls ihr Anliegen und sie stimmten zu.

K’lahu erklärte den Charakteren, wo sie Taban finden konnten. Sie machte zudem deutlich, dass nicht vor Gewalt zurückgeschreckt werden sollte, wenn Taban seine Schulden nicht begleichen wollte. „Wir werden unser Bestes geben.“, sagte Arnegast daraufhin.

Ende

Damit endete unsere Online-Spielsitzung. Das nächste Mal geht es voraussichtlich am 22. August 2018 weiter. Mal schauen, wie die Charaktere den angenommenen Auftrag meistern werden und wie sich die Kampagne „Tomb of Annihilation“ (Grabmal der Vernichtung) entwickeln wird.

Weitere Informationen: Titel: Grabmal der Vernichtung (Tomb of Annihilation), Art: Kampagne, Spielsystem: Dungeons & Dragons (5. Edition), Verlag: Wizards of the Coast (Englisch), Gale Force Nine, Ulisses Spiele (Deutsch), Erhältlich: Grabmal der Vernichtung (Buch) | Tomb of Annihilation (Buch) | Tomb of Annihilation Dice Set (Würfel) | D&D5 Player’s Handbuch – Spielerhandbuch (Buch) | D&D5 Dungeon Master’s Guide – Spielleiterhandbuch (Buch) | D&D5 Monster Manual – Monsterhandbuch (Buch) __________________________________________________________________ Du bist auf der Suche nach einem geeigneten „Spielleiterschirm“? Dann schau dir diesen hier einmal an. Vielleicht ist dieser „Spielleiterschirm“ ja etwas für dich. Diesen benutze ich nämlich unter anderem als Spielleiter. __________________________________________________________________ Wizards of the Coast, Dungeons & Dragons, and their logos are trademarks of Wizards of the Coast LLC in the United States and other countries. © 2015 Wizards. All Rights Reserved.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.