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Ein Treffen mit Ulf Straßburger (Caedwyn Games)

Lesezeit: 4 Minuten

Mit Ulf Straßburger live und in Farbe getroffen.

Ulf Straßburger war bis zur Schließung von Caedwyn Games 2008 dessen treibende Kraft. Seitdem war es, zumindest was das fantastische Hobby der Pen & Paper – Rollenspiele angeht, relativ ruhig um ihn geworden. Kürzlich hatte ich Gelegenheit, mich mit ihm persönlich zu treffen.

Ulf Straßburger und ich bei einem Treffen in Hamburg.
Ein Selfie zum Abschluss: Ulf Straßburger (links) und ich in Hamburg. Foto: Mirco Sadrinna.

Bis zur Schließung im Jahre 2008 war Caedwyn Games eine Art Institution, was das Veröffentlichen von Material zu MIDGARD betraf. Der kleine Verlag war zu jener Zeit eine echte Bereicherung für die MIDGARD-Community und bestach mit wunderbar ausgearbeiteten Abenteuern und bot mit Caedwyn gar eine eigene Fantasy-Welt an. Die treibende Kraft hinter all dem war Ulf Straßburger, der schon zu Gast im Podcast war und wir uns dort ausgiebig über das Kapitel Caedwyn Games unterhielten.

Ein paar Worte vorweg

Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, als Caedwyn Games auf Conventions und Messen präsent war und ich mir deren Abenteuerbände gerne zulegte. Das ist nun schon viele Jahre her und Zeiten ändern sich nun einmal. Im Jahre 2008 gab Ulf Straßburger die Schließung des kleinen Verlags bekannt und die MIDGARD-Community verlor damit jemanden, der zusätzliches Material zu Deutschlands erstem Fantasy-Rollenspiel herausbrachte. Und um Ulf Straßburger selbst wurde es schlagartig ruhiger, denn er hatte eine andere Berufung gefunden.

2008, das ist jetzt 14 Jahre her. Wieder einmal wird mir dabei bewusst, wie schnell die Zeit doch vergeht. Doch wie ein paar Zeilen zuvor geschrieben, ändern sich die Zeiten. Und so gab mitunter die Redaktion Phantastik im vergangenen Jahr bekannt, die einstigen Abenteuer aus dem Hause Caedwyn Games der Spieler*innenschaft in digitaler Form wieder verfügbar machen zu wollen (hier ein Artikel zu „Von dunklen Kräften und alten Mächten). Das war eine tolle Neuigkeit, denn die Produkte des genannten Verlags waren wirklich gut. Vom Inhalt sowie von der Qualität her.

Zu Gast im Podcast

Spätestens seit der erwähnten Bekanntgabe durch die Redaktion Phantastik las ich wieder mehr von Ulf Straßburger in Foren sowie auf Social-Media-Plattformen. Und es war kein Geheimnis, dass die einstige treibende Kraft von Caedwyn Games bei der Veröffentlichung der einzelnen Titel in digitaler Form mitwirken würde. Doch das Thema „Caedwyn Games“ ist für mich irgendwie etwas ganz Besonderes und so lud ich Ulf Straßburger zu einem Gespräch in den Podcast ein und wir unterhielten uns ausgiebig über das besagte Thema. Die Podcast-Episode erschien schließlich am 27. April 2022.

Ulf Straßburger, Hamburg und ich.

Es war ein wirklich tolles Gespräch und ein Blick auf die Downloadzahlen der Podcast-Episode zeigt, dass diese wirklich gut angenommen wurde und noch heute gut angenommen wird. Aber bei einem virtuellen Treffen sollte es nicht bleiben. Wenige Tage später meldete sich Ulf Straßburger bei mir und meinte, wie es denn mit einem persönlichen Treffen in Hamburg aussähe? Hin und wieder sei er in der Freien und Hansestadt. Was sollte ich dazu sagen? Einem persönlichen Treffen war ich natürlich nicht abgeneigt und mit dem 12. Mai 2022 war auch schnell ein Termin gefunden.

Wir trafen uns in einem Lokal in der Sternschanze. Bei Speis und Trank unterhielten wir uns über die Vergangenheit, ließen diese noch einmal Revue passieren und amüsierten uns teils köstlich über irgendwelche Anekdoten. Dann erzählte Ulf Straßburger aber auch von seinem Weg, den er nach der Schließung von Caedwyn Games einschlug und den er bis heute folgt: dem Schamanismus. Und ich erzählte mitunter davon, wie es zur Gründung unseres Podcasts „SteamTinkerers Klönschnack“ kam.

Das Legen von Runen

Es war ein lebhaftes und tolles Gespräch und zum Abschluss bot mir Ulf Straßburger an, die Runen zu legen. Dafür sollte ich mir zwei Fragen ausdenken, die schnell gefunden waren: „Was ist zu tun, um den Podcast erfolgreicher zu machen?“ und „Wovon soll ich dabei bestenfalls Abstand nehmen?“. Für jede Frage zog ich eine Rune und Ulf Straßburger interpretierte diese entsprechend. Das Ergebnis war recht interessant und ich habe beschlossen, dieses zu beherzigen.

Ein angenehmes Treffen geht zu Ende

Und wieder einmal verging die Zeit gefühlt wie im Fluge. Gemeinsam machten wir uns dann auf den Rückweg. Unser Treffen hielten wir dann noch mit einem Selfie fest und dann trennten sich unsere Wege schließlich. Ich ging zur Bahn und Ulf Straßburger zu seinem Auto.

Es war ein wirklich angenehmes Treffen. Schön, dass ich Ulf Straßburger nach 14 Jahren wieder live und in Farbe sehen durfte. Und das Beste: Es wird vermutlich nicht das letzte Treffen gewesen sein. Außerdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die einstige treibende Kraft von Caedwyn Games früher oder später das fantastische Hobby der Pen & Paper – Rollenspiele für sich wiederentdecken könnte.

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Ko-Fi
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