Im Hause Burning Books ist eine neue Ausgabe von Dungeonslayers erschienen.
2008 erschien aus der Feder von Christian Kennig Dungeonslayers. Jenes Pen-&-Paper-Rollenspiel, das sich nicht zu schade war, sich selbst als „altmodisch“ zu bezeichnen. Nun, im Jahre 2026, erschien eine neue Ausgabe bei Burning Books.

Als Dungeonslayers erstmals das Licht der Welt erblickte, dauerte es nicht lange, bis man von dem damals neuen Pen-&-Paper-Rollenspiel erfuhr. Wie ich davon Wind bekam – ob nun durch eine Freundin oder einen Freund – weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Woran ich mich jedoch bis heute noch sehr gut erinnern kann: Dungeonslayers, das sich selbst als „altmodisches Rollenspiel“ bezeichnete, war kostenlos und zu jener Zeit ansprechend gelayoutet. Zugleich bestach das Pen-&-Paper-Rollenspiel durch eine fluffige Leichtigkeit, sodass das vorherige Wälzen von meterdicken Regelwerken nicht erforderlich war. Das war 2008.
Dungeonslayers: Neue Edition, neuer Verlag.
Der Erfolg bestätigte, dass Christian Kennig – Autor von Dungeonslayers – offenbar mitten ins Schwarze getroffen hatte. 2010 beschritt das Spiel einen neuen Weg: Die vierte Edition erschien, dieses Mal allerdings im Uhrwerk Verlag. Das Regelwerk des altmodischen Rollenspiels kam als Softcover im A5-Format daher und wirkte richtig seriös. Es war zudem umfangreicher als das der Vorgängeredition. Nachdem die erste Auflage vergriffen war, erschien selbstverständlich eine Neuauflage, dieses Mal jedoch in einer robusten Box. Ebenfalls im A5-Format. Und an Abenteuern mangelte es ebenfalls nicht, da erschienen im Uhrwerk Verlag einige.
Die vierte Edition von Dungeonslayers blieb über die kommenden Jahre hinweg die aktuelle. Auch wenn es meiner Auffassung nach von Verlagsseite her erstaunlich ruhig um das Spiel wurde, die Community war nach wie vor aktiv. Auf der offiziellen Webseite (Link) wurde ebenfalls immer wieder Content veröffentlicht.
Neue Ausgabe mit einem fetten +!
Obwohl ich früher relativ häufig – vor allem auf Conventions – Dungeonslayers spielte, änderte sich das schleichend. Schade eigentlich und war mir zu jener Zeit gar nicht so bewusst. Keine Ahnung, warum sich das so bei mir entwickelte. Jedenfalls trug dieser Umstand bei mir dazu bei, dass ich die Aktivitäten rund um das altmodische Rollenspiel nicht mehr verfolgte.
Das änderte sich allerdings im vergangenen Jahr! Denn in der Zwischenzeit hatte Christian Kennig mit Burning Books einen eigenen Verlag gegründet und mit DARC – Zeit der Asche ein neues Pen-&-Paper-Rollenspiel veröffentlicht. Darüber sprach ich mit ihm vor einigen Wochen ausführlich im Videopodcast (Video | Podcast-Episode). Und genau da erfuhr ich mitunter ebenfalls, dass es mit Dungeonslayers+ eine neue Ausgabe geben soll. Keine wirklich neue Edition, sondern vielmehr eine Optimierung der vierten Edition.
Das Designziel war es, Dungeonslayers in der neuen Variante spaßiger, aber zugleich härter und fordernder zu gestalten. Wie auf der offiziellen Webseite zu lesen ist, hat dieser vergleichsweise überschaubare Prozess dennoch für Änderungen (Link) gesorgt. Eine genaue Aufstellung (Link) dazu, ist ebenfalls veröffentlicht worden. Erst kürzlich ist die neue Ausgabe ganz offiziell erschienen.
Neues Layout, flotte Regeln, keine Regelwälzerei: Das ist Dungeonslayers+!
Der Verlag sendete mir dankenswerterweise ein Exemplar zu und aktuell bin ich dabei, in die neue Ausgabe des altmodischen Rollenspiels einzulesen. Was mir dabei sofort auffiel, war, dass die Aufmachung des Regelwerks sich gänzlich von der vierten Edition unterscheidet und ein kein Softcover, sondern ein robustes Hardcover ist. Außerdem hat sich das Logo verändert. Irgendwie wirkt Dungeonslayers+ auf mich deutlich erwachsener und versprüht dennoch den Charme eines „altmodischen Rollenspiels“. So betitelt sich das Spiel übrigens immer noch.
Lesen lassen sich die Texte meiner Meinung nach gut. Die Spielregeln sind verständlich und auch in der neuen Ausgabe ist kein Wälzen unzähliger Regelbücher erforderlich. Alles geht gefühlt locker von der Hand. Das Regelwerk ist, wie die vierte Edition auch, im A5-Format, zählt rund 190 Seiten (schwarz-weiß) und kostet 49,95 Euro. Es enthält zusätzlich Informationen zur Fantasywelt Caera sowie ein Abenteuer. Der Preis wirkt auf den ersten Blick doch recht hoch, wenn man aber bedenkt, dass nur dieses Buch benötigt wird, um unzählige Stunden Spielspaß zu haben, dann ist der absolut okay. In einem Kurzvideo auf YouTube (Link), Instagram (Link) sowie TikTok (Link) stelle ich das Regelwerk von Dungeonslayers+ in unter einer Minute kurz vor.
Bei meiner Ausgabe des Grundregelwerks stimmt jedoch etwas mit dem Schnitt nicht. Teilweise sind die Überschriften etwas „angeschnitten“. Was zwar nicht so toll ausschaut, aber nun auch nicht so schlimm ist. Mich würde aber interessieren, ob das nur bei meinem Exemplar der Fall ist oder ob andere genau das gleiche „Phänomen“ haben (hinterlasst hierzu gerne einen Kommentar).
Meine persönliche Zukunft mit der neuen Ausgabe.
Aktuell lese ich weiter und weiter in das neue Grundregelwerk ein und werde die neue Ausgabe irgendwann leiten. Ob nun in einer meiner Spielrunden oder auf Conventions. Was ich aber definitiv vornehmen werde, ist, Dungeonslayers+ als Grundlage für mein Homebrew-Material zu verwenden, das nicht auf DSA 5 sowie MIDGARD 6 basiert. Denn wie weiter oben geschrieben, sind die Spielregeln verständlich und es ist kein Wälzen unzähliger Regelbücher erforderlich.
Ich muss mich aber aufschlauen, wie das bei Dungeonslayers+ mit einer Fanlizenz aussieht und was es bei deren Nutzung zu beachten gibt.
STEAMTINKERERS KLÖNSCHNACK UNTERSTÜTZEN
Dir gefällt der Content? Dann hast du die Möglichkeit, das Ganze zu unterstützen, indem du uns einen virtuellen Kaffee spendierst. Wir freuen uns auf deine Unterstützung! Denn diese ist für unsere Arbeit sehr wichtig.















